Verbreitung:
Mehr als 100 Arten, die meisten endemisch im südlichen Afrika, sich auf die Hochlagen des tropischen Afrikas ausdehnend. Zwei Arten sind in Asien zu finden und fünf Arten auf Madagaskar.
Beschreibung:
Blütenstände 1 bis 130cm hoch, mit 1 to 6 fleischigen Blättern. Manchmal Blätter an einem seperaten Trieb oder fehlend. Wenige bis zahlreiche Blüten, nicht gedreht, grün oder farbig. Das Labellum zweispornig und oben an der Blüte. Sepalen und Petalen sind mit dem Labellum oftmals verwachsen.


Kultur:
Satyrium ist ziemlich einfach. Einige Arten wachsen im Sommer, andere im Winter und ruhen im Sommer. Die meisten Arten blühen im Frühling oder im Sommer. Sommerwachsende Arten können während der warmen Jahreszeit im Garten kultiviert werden. Die Knollen müssen vor dem Frieren des Bodens eingesammelt und dann trocken im Kühlschrank oder in einem kühlen Raum überwintert werden. Winterwachsende Arten sind frosthart bis zu -4°C. Kultur sonnig. Ein regelmäßiges Gießen während der Wachstumszeit ist grundlegend. Mit dem Erscheinen der Blüten wird das Gießen reduziert und schließlich, sobald die Pflanzen einziehen, ganz eingestellt. In Topfkultur während der Ruhezeit völlig trocken. Kleine Pflanzen und Sämlinge erhalten jedoch auch im Sommer gelegentlich etwas Wasser, um ein Vertrocknen zu verhindern. Drinnen kultivierte Pflanzen sollten im Spätsommer vorübergehend ins Freie gebracht werden. Kühle Nächte und etwas Regen bewirken das Ende der Sommerruhe und regen die Pflanzen zu neuem Wachstum an.


Empfohlene Erdmischungen:
80 bis 90% mineralisch, je nach Verfügbarkeit. Vulkagran, Vulkastrat, Bims, Seramis, 10 bis 20 % sauer reagierende organische Komponenten. Rhodohum hat sich gut bewährt. Die Pflanzerde muss gut durchlässig sein, mit einem pH-Wert von 5 bis 6. Ein organisches Substrat aus 90% Rodohum mit 10% mineralischen Komponenten ergibt ebenfalls gute Ergebnisse. Für mineralische Substrate, Düngung mit Langzeitdünger. Etwa 1g Klanz Universaldünger pro Pflanze. Siehe auch Pflanzerde.
Empfohlene Literatur:
Wild orchids of Southern Africa. J. Stuart, H.P. Linder, E.A. Schelpe, A.V. Hall, 1982. Macmillan South Africa.(Publishers)(Pty)Ltd. ISBN 0 86954 070 X.
Growing South African indigenous orchids. Karsten, B. Woodrich, 1997.Balkema ISBN 90 5410 650 6.
Orchids of Kenia. Joyce Stuart, 1996. St Pauls Bibliographies,Winchester.ISBN 1 873040 28 8.
Orchids of Southern Africa. H.P. Linder and H. Kurzweil, 1999. A.A. Balkema/Rotterdam/Brookfield. ISBN 90 5410 4457.