Verbreitung:
Die Gattung enthält 40 bis 45 Species. Endemisch in den temperaten oder mediterranen Klimaten von Chile und Argentinien. In den Küstenregionen, nahe oder innerhalb der Andenkette. Juan Fernández Inseln und Malvinen, Falkland Inseln.
Beschreibung:
Meist kräftige Pflanzen mit rübenförmigen Knollen ähnlich wie Spiranthes. Blütenstände 10 bis 90cm hoch. Blattrosette in den Blütenstand übergehend. Mittelgroße, dekorative Blüten in lockerer Anordnung. Ohne Sporn. Von Chloraea unterscheidet sich Gavilea durch mehr sternförmige, strahlige Blüten und einer schmäleren Lippe.

Kultur:
Einfach bis schwierig in der Kultur. Einige Arten wie Gavilea araucana, Gavilea longibracteata und Gavilea odoratissima sind submediterran und bedürfen einer Sommerruhe. Die Blätter erscheinen im Herbst. Die meisten Arten leben in kühl-gemäßigten oder montanen, andinen Habitaten. Die Blätter erscheinen nach der Winterruhe im Frühjahr. Bei Gebirgspflanzen der Anden mit der Schneeschmelze. Die Pflanzen blühen im Frühjahr oder im Sommer. Viele temperate Arten wachen absonnig im Schatten. Die Frosthärte variiert zwischen den einzelnen Arten. Frosthart bis zu -5°C (küstennahe Arten) oder bis zu -18°C (Gebirgspflanzen). Bei submediterranen Arten wird das Gießen mit Erscheinen der Blüten reduziert und schließlich, sobald die Pflanzen einziehen, nahezu eingestellt. Gelegentliches leichtes Gießen während der Ruhezeit verhindert das Vertrocknen der Knollen. Kleine Pflanzen und Sämlinge erhalten auch im Sommer etwas Wasser. Temperate Arten nur während der Winterruhe trockener. Nie ganz trocken.
Empfohlene Erdmischungen:
Die Böden im natürlichen Verbreitungsgebiet sind oft vulkanisch und fruchtbar. 50% Holzfaser gemischt mit 50% kommerzieller Blumenerde oder mineralisch (80% – 90%), Je nach Verfügbarkeit Vulkastrat, Seramis, Bims mit 10% bis 20 % organische Komponenten. Günstig sind Holzfasern gemischt mit TKS1, Floraton 3 oder ähnliche Vermehrungserden. Das Substrat muss gut durchlässig sein mit einem pH-Wert von ungefähr pH 5 bis pH 6. Für zügiges Wachstum benötigen die Pflanzen regelmäßige Düngergaben.
Empfohlene Literatur:
Novoa, P., J. Espejo, D. Alarcón, M. Cisternas & E. Domínguez. 2015.
Guía de Campo de las Orquídeas Chilenas. Segunda edición.